Heute möchte ich Euch mal erzählen, wie ich überhaupt zum Plastikfreien Leben kam. 🙂 Ein paar werden es schon mitbekommen haben, aber ganz viele bestimmt noch nicht und fragen sich wahrscheinlich auch warum ich so oft von Naturlieferant bzw. Der plastikfreien Zone erzähle/ poste.

Also dann fang ich mal an 🙂 :

Ich kann mich noch an eine Biologie Stunde erinnern, in der wir anhand von einem Film über die Auswirkungen von Plastik auf unseren Körper aufgeklärt wurden. Überrascht und geschockt lauschten wir dem Sprecher. Nicht zu fassen, dass wir so viel Schädliches in unserem Körper freiwillig aufnehmen. Na, Ihr denkt jetzt, das war der Moment, in dem es in meinem Kopf angefangen hat zu rattern? Leider nein, kaum war ich aus dem Biozimmer raus, schraubte ich meine Einwegflasche auf und trank erst mal einen großen Schluck.Lebte mein Leben wie gewohnt weiter. Heute schüttel ich meinen Kopf darüber. Es braucht eben etwas bis es wirklich im Kopf ankommt.

Ich weiß leider nicht mehr wie lange genau aber bestimmt ein,zwei Jahre später, hört ich immer mal wieder von meiner Mama. „Musstest Du schon wieder so eine Plastikwasserflasche kaufen?“. Ich erwiderte dann immer: „Ich werfe die Flasche ja nicht gleich weg, sondern fülle sie immer wieder auf.“ Ja der Gedanke hat meiner Mama bestimmt sehr gefallen, die sich grade immer stärker mit den Auswirkungen von Plastik beschäftigt hat. Ich dachte, es geht Ihr nur um den Müll, doch wahrscheinlich ging es Ihr in diesen Momenten noch ein bisschen mehr um meine Gesundheit.

Also fing meine Mama während Ihren Recherchen über Plastik immer mehr an auf Plastik zu verzichten und ich lies mich davon erst mal irgendwie nicht beirren. War ja alles sehr komisch, was Mutter so trieb. Sie kam mit unbekannten Produkten nach Hause und die ganzen Sachen, die aus Plastikwaren wurden nicht mehr nachgekauft.

Die Plastikfreie Zone – Mein Einstieg zu mehr Plastikfreiheit

Meine Mama war also immer mehr auf Produkt Suche. Irgendwann hatte sie so viele plastikfreie Produkte entdeckt, dass sie die Plastikfreie Zone eröffnete. Erst noch viel kleiner als sie jetzt ist, in einem kleinem Lagerraum mit ein paar Produkten. Woche für Woche kamen hier mehr dazu und mit dem Produktsortiment wuchs sozusagen meine Offenheit gegenüber der Plastikreduzierung. Ich hab gesehen, dass es Alternativen gibt und man mit ihnen gar nicht so viel Umstellen muss, um ein bisschen Plastik einzusparen. Damals war ich noch weit davon entfernt komplett auf Plastik zu verzichten, aber dennoch näherte ich mich Stück für Stück an. Ich ersetzte immer mehr durch plastikfreie Alternativen und fing langsam an Sinn darin zu sehen.

Mein Plastikfreier Haushalt – von 0 auf 100 plastikfrei

Nach einem Jahr der Reduzierung von Plastik, in dem auch immer mehr meine Sensibilität gewachsen gegenüber dem Kunstoff gewachsen ist, stand der Entschluss fest. Kein Plastik sollte in meine erste Wohnung. Ich sah die Chance meinen noch entstehenden Haushalt komplett plastikfrei zu gestalten und freute mich über die Herausforderung. Manchmal war es ein bisschen nervend aufreibend, aber jetzt fühle ich mich pudelwohl in meiner plastikfreien Wohnung. 🙂

Wie ihr seht, habe ich mich ganz langsam mit der Umstellung befasst, aber ich denke, so ist es am nachhaltigsten. Über zwei Jahre habe ich mich so eingespielt, dass ich im Alltag auf keine Einwegverpackungen usw. zurückgreifen muss. Weil ich das auch am Anfang ganz komisch fand und nicht wirklich die Ausmaße an der Verschmutzung durch Plastik gesehen habe, bin ich niemand böse, wenn nicht gleich verstanden wird, warum ich das alles mache. Wird man von etwas überrumpelt, reagiert man oft negativ auf Veränderungen, macht man sie aber langsam und nimmt sich die Zeit, die man braucht, kann man ganz viel Freude dabei haben. 🙂

Jetzt kennt Ihr meinen Weg zur Plastikfreiheit. Wie seid Ihr zu dem Entschluss gekommen? 🙂