Übernacht nach Köln

Der Flixbus hat mich Donnerstagnacht nach Köln gebracht. Hier wartet ein spannendes Wochenende auf mich. Am Freitagmorgen stand ich also mehr oder weniger erholt am Kölner Hauptbahnhof und habe verzweifelt nach Straßenbahngleisen Ausschau gehalten. Die trennten mich nämlich nur wenige Fahrminuten von dem Hotel Park Inn Köln, wo ich erstmal mein Rucksack unterbringen wollte. Nach einigen hin und her, habe ich schließlich eine Ur-Kölnerin um Hilfe gebeten und sie meinte schmunzelnd, dass die Straßenbahn hier unter der Erde fährt. Diese Hürde überwunden, wurde mein Rucksack freundlich im Hotel entgegengenommen und ich konnte mich unbeschwert auf den Weg machen Köln Ehrenfeld zu erkunden.

Plastikfrei Leben unterwegs in Köln Ehrenfeld

Das Hotel ist so zentral gelegen, dass ich nur einige Minuten zu Fuß zum Café Schwesterherz gebraucht habe. Das Café Schwesterherz ist ein gemütliches kleines Café mit Flair. Hier habe ich mir erstmal ein köstliches Frühstück bestellt. Das Cafe wird von zwei Schwestern betrieben und strahlt pure Gemütlichkeit aus. Wenn ihr mal in Köln seid, schaut unbedingt mal vorbei und probiert das selbstgemacht Quetschbrot. Kaum war ich mit meinem Frühstück fertig, ist die liebe Judith (eine Freundin aus München) ins Café spaziert und wir machten uns auf den Weg Köln zu erkunden.

“Tante Olga” der Unverpackt Laden in Köln

Wir zwei machten uns gleich auf den Weg zum Unverpackt Laden “Tante Olga”, der bald seine Eröffnung plant. Der Laden ist etwas außerhalb gelegen, aber mit der Straßenbahn super gut angebunden. Noch lässt nur ein kleines Papierschild an der Eingangstür erkennen, was in dem Eckladen eröffnen wird. Die kompakte Ladenfläche ist durch die zwei riesigen Ladenfenster schön hell und wirkt freundlich einladend.

An einer Wand waren schon alle Container angebracht, die bald eine ganze Pracht voller Unverpackten Lebensmittel präsentieren würden. Leider waren die Container komplett aus Plastik, da keine anderen durch Platzmangel an die Wand gepasst waren. Auch wenn durch den Laden in Köln ganze viele Verpackungen vermieden werden, fand ich es schade, dass auch ein Unverpackt Laden keine andere Möglichkeit sieht, als auf Plastik zurückzugreifen. Da wird einem wieder klar in wie vielen Branchen noch viel passieren muss, um die Pastikreduktion zu fördern. Nicht des so trotz bin ich gespannt auf den Laden und finde es super, dass es jetzt auch in Köln die Möglichkeit gibt unverpackt einzukaufen. Ich freue mich schon Eure ersten Erfahrungsberichte zu lesen und zu hören!

Meine kleine Auszeit mitten in Köln

 

Nach einer Nacht und einem halben Tag unterwegs sein, ging es jetzt endlich für einen entspannten Nachmittag und einen schönen Abend ins Hotel. Von meinem Zimmer hatte ich einen wunderbaren Blick über Köln und konnte sogar den Dom sehen. In diesem schönen Plätzchen nahm ich mir erstmal 2 Stunden eine Ruhezeit und schöpfte Energie für den morgigen Tag.

Das Green Blogger Meetup hatte sein Debut, sowie Plastikfrei Leben, denn ich war das erste Mal als Blogger unterwegs. Deswegen hat es mich besonders gefreut, in dem Blogger Hotel Park Inn (12 Blogger in 12 Monaten) Gast zu sein. In meinem Blogartikel Plastikfrei auf Reisen, verrate ich Euch was ich alles eingepackt habe um auch in einem Stadthotel eine schöne Zeit zu haben und gleichzeitig Plastik zu vermeiden. Der Nachmittag, das tolle Abend essen im Hotel Restaurant und mein verwöhn Frühstück im Bett ließen die Zeit wie im Fluge vergehen.Und schon befand ich mich auf den Weg in den Store des Labels Funktionsschnitt.

Das Green Blogger Meetup

Frühstück und Warenkunde bei Funktionsschnitt

Zu Beginn wurden wir von Pick a pea mit einem Frühstück willkommen geheißen.  Pick a pea wirbt damit, ihre leckeren Müslis, Puddings und so weiter in Bio Plastik zu liefern. Wer noch nicht viel von Bioplastik gelesen hat und nicht ganz versteht warum ich damit ein Problem hab, kann hier mehr über das Thema nachlesen. Ernüchtert durch die nicht ganz so “grüne” Begrüßung wie ich mir das bei einem Green Blogger Meetup gewünscht hatte, startete ich meine Tour durch den Laden.

Funktionsschnitt hat sich auf ausschließlich auf Basics spezialisiert. Das Konzept und die Gestaltung des Ladens finde ich einfach wunderbar. Hier wird wieder mehr Wert auf das Material der Shirts gelegt als auf ausgefallene Prints und Schnitte. In dem ganzen Laden gibt es nur schlichte Basics aus verschiedenen Materialen, sodass es für jeden Typ Mensch und Situation das passende Basic gibt.Bei der schönen Ladengestaltung können die Kunden anhand eines schönen Set Ups der Basics, nachlesen, sehen und fühlen aus was für ein Material ihr T-Shirt gemacht ist. Funktionsschnitt überzeugt mit schlichten Design und qualitativ Hochwertigen Stoffen (Tencel, Seashell, Merinowolle, Baumwolle und Leinen). Nach einer schönen Zeit im Laden, in der ich viel Neues über Stoffe gelernt habe, ging es nun mit Fahrrädern zur zweiten Location, dem Collabor.

Vorträge und Workshops im Collabor

Den Anfangsvortrag hielt Viertel Vor Magazin. Sie berichteten über Ihre Gedanken, wie grüne Produkte cooler und praktischer gestaltet werden müssenn. Unter anderem ging es auch über das alt bekannte Thema Coffee To Go Becher. Es wurde von vielen interessanten Ideen berichtet, um die Vermüllung von Coffee To Go Bechern in den Griff zu bekommen. Wie zum Beispiel in einem Pilot Projekt, welches “Pfandbecher” testet, die man in verschiedenen Cafés bekommen und wieder zurückgeben kann. Außerdem ging es noch über Fair Fashion, Elektro Autos und im Allgemeinen wie man Grün sein wieder Sexy machen kann.

Nach dem gelungenen Vortrag trafen wir uns alle draußen an einer mobilen Café Bar. Die zu meinen Entsetzten nur Coffe To Go Becher hatte, obwohl wir ja alle in der gleichen Location blieben. Also kamen wir absurderweise grade aus einem Vortrag in dem auf die Problematik hingewiesen wurde und stellten uns für einen Coffe To Go an. Zum Glück hatte ich mich nach einigem Überlegen doch entschlossen meine kleine gelbe Flasche auf das Event mit zu nehmen und lies mir meinen kleine Kaffe da hineinfüllen (damit war ich leider die einzige). Mit meinem Kaffee gesellte ich mich nun in die Menge und lernte viele neue Blogger und ihre grünen Blogs kennen. Der restlichen Vorträge und Workshops verschwammen alle zu einem riesen Haufen Input den ich erst in den nächsten Tagen verarbeiten konnte. Es waren viel Anregende und neue Erkenntnisse für mich dabei, über die ich in nächster Zeit sicher noch öfter schreiben werde.

Mein Plastikfreier Goodiebag

Der Goodiebag wurde schon auf der Veranstaltungsseite publik gemacht und ist auch sonst immer üblich bei solchen Events. Nach langem Überlegen was ich nun mit meinem Goodiebag machen sollte, entschied ich die Veranstalterinnen im Vorhinein darum zu bitten, alle Dinge aus Plastik aus meinem Goodiebag weg zu lassen. Den ganzen Tag war ich schon gespannt daruaf, was es denn für interessante Plastikfreie Produkte für mich geben würde. Am Ende des Green Meet Ups war es soweit und die Goodiebags wurden verteilt. Es waren prall gefüllte Jutebeutel, meiner war gegen meine Erwartungen auch gut gefüllt. Zu müde von meiner Wochenend Reise und all den neuen Erfahrungen habe ich leider nicht alles genau angeschaut, sondern nur grob über die Verpackungen. Die waren alle aus Pappe oder Papier. Also schleppte ich meinen gut gefüllten Beutel in den Bus nach München. Am nächsten Tag war nach einer riesen Mütze Schlaf die Neugier endlich so groß, dass ich mich ans Auspacken machte. Ich sortierte die Schätze auf zwei Haufen – einen Plastikberg und einen Plastikfreien Berg . Der Plastikberg gewann nach jedem Griff in die Tasche zu wachsen. Am Ende waren nur “Upcycle Deckel” für Limonade Flaschen und Prospekte auf meinem Plastikfreien Berg. Eine ernüchternde Bilanz für meinen plastikfreien Goodiebag. Ich habe mich dazu entschieden einen Goodiebag zu nehmen, da ich durch meine Tätigkeit als Productscout für naturlieferant immer interessiert an neuen grünen Prdoukten bin. Nächste Mal werde ich mir wohl etwas anderes überlegen müssen oder nochmal genauer Erklären, was ich damit meine, wenn ich sage plastikfrei.

Mein Fazit

Ich bin auf das Green Blogger Meet Up gefahren, um viele neue Blogger kennen zu lernen. Da ich ja noch ganz frisch dabei bin, war super spannend und interessant die Personen hinter den Blogs kennen zu lernen und mein paar Tipps rund ums Bloggen zu bekommen. Obwohl ich das Event doch nicht so Grün fand, wie ich es mir vorgestellt habe wurde auch in vielen Bereichen auf mehr Nachhaltigkeit geachtet. Es gab zum Beispiel alle Getränke nur in Mehrweg-Glasflaschen, Plamenblatt Geschirr sowie Holzbesteck zum Mittag essen und gute Vorträge rund um das Thema Nachhaltigkeit. Alles in allem war es ein erfolgreiches Wochenende bei dem ich viel gelernt, Erfahrungen gesammelt und viele neue Gesichter kennen gelernt habe.

“Der in diesem Beitrag erwähnte Hotelaufenthalt wurde von Park Inn Köln City West dem Ersteller des Beitrages entgeltfrei zur Verfügung gestellt. Die Meinung des Bloggers bleibt hiervon unberührt.”